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Von Garmisch zur Stepbergalm – Schneller als gedacht

Zur Stepbergalm wollte ich schon seit Jahren einmal wandern. Am liebsten über die Kramerspitze. Davon haben mir aber mehrere Leute abgeraten, da es wohl teilweise doch recht steil wird und ich leider unter Höhenangst leide. Außerdem, mit Blick auf ein lädiertes Knie, haben wir dann beschlossen, die doch sehr anstrengende Kompletttour über Kramerspitze und Stepbergalm auf ein nächstes Leben zu verschieben.

Aber der Weg hoch zur Stepbergalm sollte machbar sein. Oft steht in den Wanderführern sogar was von „kinderfreundlich“. Das kann ich so nicht unterschreiben! Es ist machbar mit Kindern. Die Frage ist zum einen, wie alt und wie fit die Kinder sind. Und wie belastbar. Und zum anderen sollte man möglichst früh aufbrechen. Denn ist man erst einmal oben, steht einem ja auch noch der Rückweg bevor. Einen Lift, wie auf dem Wank oder dem Hausberg gibt es am Kramer nunmal nicht.

Gestartet sind wir am Tierheim in Garmisch, unterhalb der Almhütte (besser bekannt als Windbeutelalm). Bis dorthin gelangten wir mit dem Fahrrad.

Start zur Stepbergalm vom Tierheim aus

Los geht’s Richtung Stepbergalm.

Beim Tierheim in Garmisch-Partenkirchen

Kleine Kapelle am Tierheim

Blick hinauf zum Kramer vom Tierheim aus

Blick hinauf zum Kramer vom Tierheim aus

Erst auf einer Forststraße, dann über einen stetig ansteigenden Waldpfad führt der Weg hinauf Richtung Stepbergalm.

Wanderweg durch den Wald hoch zur Stepbergalm

Auf dem Weg zur Stepbergalm

Immer wieder wird der Blick frei auf das gegenüber liegende Zugspitzmassiv und Grainau darunter im Tal.

Das Zugspitzmassiv vom Kramer aus gesehen

Nach Dreiviertel der Strecke erreicht man das „Gelbe Gwänd“. In den Wanderführern ist immer von einem „Steig“ die Rede. Ja, es geht hin und wieder steiler bergauf. Zwei mal befindet sich ein Stahlseil im Fels. Doch dieses habe ich kaum gebraucht. Auch ging es nicht wirklich steil ab. Wie bereits gesagt: ich habe Höhenangst. Aber hier, bei dieser Wanderung, hatte ich keinerlei Probleme!

Es war allerdings auch ein warmer und trockener Tag. Wenn es geregnet hat, dürften viele Passagen glitschig und damit deutlich schwieriger passierbar sein. Aber von einem klassischen Steig, nah am felsigen Abgrund entlang, habe ich nichts gesehen. Zum Glück!

Die Felsen boten einen wunderbaren Anblick.

Steig zum Gelben Gwänd

Am gelben Gwänd

Blumen im Fels

Hat man das Gelbe Gwänd passiert, folgt die erste und einzige Bank. Leider gibt es nirgends sonst eine Ausruhmöglichkeit. Da dies die einzige Bank ist, ist sie meist auch besetzt. :)

Die Bank beim Gelben Gwänd

Die Bank beim Gelben Gwänd

Nach der Rast auf  der Bank – Ja, wir hatten Glück! – geht es weiter bergauf bis zur Stepbergalm.

Wanderpfad zur Stepbergalm

Immer wieder wird man belohnt mit traumhaften Aussichten und Ansichten.

Blick zum Zugspitzmassiv

Natur am Kramer

Blick hinauf

Nach genau zwei Stunden waren wir oben angekommen. Und wir waren wahrlich nicht schnell gegangen! Ja, es war anstrengend. Und ich war heftig durchgeschwitzt. Es war ein sonniger, warmer Sommertag. Aber ich hatte mit deutlich mehr Zeit gerechnet. Gut so.

Mit Kindern, schätze ich, braucht man etwa doppelt so lange. Man muss doch öfters eine Pause machen. Und an etlichen Stellen geht es nunmal steil bergan. Nicht schwierig – zumindest bei trockenem Untergrund – aber dennoch anstrengend. Wichtig ist, dass man ausreichend Wasser dabei hat. Und  auch einen Sonnenschutz!

oben angekommen an der Stepbergalm

Kuh auf der Alm

Da ist sie, die Stepbergalm.

Die Stepbergalm am Kramer

In der Stepbergalm

Wir haben uns hinein gesetzt, da es draußen keinen Schatten gab. Drinnen war es angenehm kühl.

Stepbergalm - Blick nach draußen

Die Getränke haben gut getan! Kulinarisch jedoch war es leider enttäuschend. Beides – Gemüsesuppe wie Kaiserschmarrn konnten bei Weitem nicht mit Aussicht und Wanderung mithalten. Prädikat: wahrlich nicht zu empfehlen. Es tut mir leid.

Essen auf der Stepbergalm

Kaiserschmarrn auf der Stepbergalm

Hinab wählten wir den gleichen Weg, weil er der kniefreundlichere sein soll. Wie ich mich fühle, hätte ich den anderen Weg gewählt, will ich gar nicht wissen. Auch nach diesem zweistündigen Abstieg taten mir beide Knie massiv weh. Da muss man durch als Wanderer in den Alpen.

Wegweiser hinab oben an der Stepbergalm

Wegweiser hinab oben an der Stepbergalm

Es war dennoch eine wunderbare Wanderung, die gut machbar ist. Ich hatte deutlich mehr Zeit eingeplant, als wir letztendlich gebraucht haben. Auch wenn es steil war, hatte ich nie das Gefühl, dass es gefährlich wird. Anstrengend und gut war es!

Schmetterlinge am Kramer

Und überall Schmetterlinge. Wunderschön.

Ich am Kramer

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